Satelliten-Symposium
zum DGU 2021

Nubeqa® (Darolutamid): Lohnende Wahl für Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC für ein längeres Überleben bei Erhalt der Lebensqualität und geringem Risiko für Arzneimittel-Interaktionen

 

 

Leverkusen, 17. September 2021 – Der orale Androgenrezeptor-Inhibitor (ARI) Nubeqa® (Darolutamid) ist eine lohnende Wahl für Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom mit einem hohen Risiko für die Entstehung von Metastasen (Hochrisiko-nmCRPC). Definiert wird das nmCRPC durch fehlende Anzeichen einer Metastasierung in der konventionellen Bildgebung und dadurch, dass die Krebserkrankung zugleich nicht mehr auf Hormontherapien anspricht.1 Darolutamid hat in der Zulassungsstudie ARAMIS nicht nur signifikant das metastasenfreie Überleben und des Gesamtüberleben verlängert.2,3 Die Daten zu Verträglichkeit und Lebensqualität sind ebenfalls vorteilhaft. Die Patienten können ihren Alltag in der Regel wie gewohnt ohne negative Beeinflussung durch die Therapie fortführen. Unter Darolutamid treten zudem nur relativ wenige unerwünschte Ereignisse (UE) auf.2-4 Darüberhinaus sind nur sehr wenige mögliche Interaktionen mit anderen Arzneimitteln zu beachten.5

 

Hohes Risiko anhand PSA-DT erkennen und behandeln

„Als niedergelassene, aber auch klinisch tätige Urologen haben wir in jedem Stadium des Prostatakarzinoms die Aufgabe, gemeinsam mit dem Patienten die für ihn beste Wahl zu treffen“, sagte Prof. Dr. Peter Hammerer, Braunschweig.

 

In den vergangenen Jahren gab es wichtige Fortschritte in der Diagnostik und der Entwicklung neuer Therapien beim Prostatakarzinom. In der Diagnostik des nmCRPC wird die Verdopplungszeit des Prostata-spezifischen Antigens (PSA-DT) als Biomarker für den Krankheitsverlauf genutzt. Die PSA-DT korreliert mit der Zeit bis zum Auftreten von Metastasen oder Todesfällen.6 Eine kurze PSA-DT von unter 10 Monaten ist ein Indikator für ein erhöhtes Risiko im weiteren Krankheitsverlauf (Knochen-)Metastasen zu entwickeln bzw. ein hohes Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko.6 Somit ermöglicht dieser Indikator, ein hohes Risiko bei Patienten mit nmCRPC bei Kontrolluntersuchungen festzustellen. „Ich rate dringend, die Entwicklung des PSA bei den Kontrollbesuchen regelmäßig zu überprüften, da sonst die Dynamik des Prostatakarzinoms übersehen werden könnte“, betonte Dr. Eva Hellmis, Duisburg.

 

„Bis Ende 2018 war die einzige Option für diese Patienten mit nmCRPC die Androgendeprivationstherapie (ADT), obwohl über 50 % dieser Patienten innerhalb von zwei Jahren Metastasen entwickeln“, erklärte Hammerer. Für diese Patientengruppe wurde inzwischen die Substanzklasse der ARI entwickelt, die zusätzlich zu einer ADT verordnet wird. Der ARI Darolutamid zeichnet sich durch seine flexible molekulare Struktur aus und bindet mit hoher Affinität an der Bindungsstelle des Androgenrezeptors. Die orale Therapie mit Darolutamid vermindert die Proliferation der Prostatakarzinomzellen, wodurch es zu einer ausgeprägten antitumoralen Aktivität kommt.4

 

Darolutamid: Ein effektiver ARI mit zahlreichen Vorteilen

Darolutamid bietet Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC ein signifikant verlängertes Gesamtüberleben (OS) und zeigte in der Zulassungsstudie ARAMIS ein um 31 % reduziertes Sterberisiko.7 Das metastasenfreie Überleben (MFS) lag unter Darolutamid in der extendierten Zulassungsstudie ARAMIS bei 40,4 Monaten unter Darolutamid + ADT versus 18,4 Monaten unter Placebo + ADT.3

 

Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC wollen jedoch meist nicht einfach eine Verlängerung ihrer Lebenszeit erreichen, wenn diese Lebensphase für sie mit vielen körperlichen Einschränkungen und weiteren Belastungen behaftet ist. Gefragt ist daher eine effektive Therapie, die die Patienten möglichst wenig zusätzlich durch unerwünschte Ereignisse (UE) belastet und eine Beibehaltung des bisherigen Lebensstils ermöglicht. Hier zeigt sich anhand der Datenlage: Darolutamid erlaubt das Leben eines normalen Alltags ohne starke Beeinträchtigungen durch UE der Medikation.2,3,7 Beispielsweise war die Anzahl von Stürzen und Frakturen, die den Alltag stark beeinträchtigen und viele Komplikationen mit sich bringen können, unter Darolutamid gegenüber Placebo plus ADT nicht signifikant erhöht.2,3 Auch kognitive Beeinträchtigungen traten in der Zulassungsstudie ARAMIS unter Darolutamid nur sehr selten und auf Placeboniveau auf.2,3 Die gute Verträglichkeit und Sicherheit des Wirkstoffs zeigte sich auch darin, dass Darolutamid selten aufgrund von UE dauerhaft abgesetzt wurde.2,3,7

 

Ein weiterer Aspekt aus ARAMIS, der für Darolutamid spricht, geht aus den Daten für die Lebensqualität hervor. Unter Darolutamid plus ADT gegenüber Placebo plus ADT war die FACT-P PCS-Zeit (Messinstrument für die physische Gesundheit) bis zur Verschlechterung (Krebsprogression) signifikant verbessert und die Auswertung von Subskalen ergab ebenso signifikante Verbesserungen bei der Darmsymptomatik sowie Symptomen des Harntrakts.8 Bei weiteren Endpunkten wurde die Lebensqualität erhalten.

 

Ein letzter, sehr wesentlicher Punkt betrifft mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, die Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC häufig aufgrund anderer Erkrankungen verordnet werden. „Darolutamid weist nur sehr wenige potenzielle Interaktionen mit solchen Arzneimitteln auf“, erklärte Prof. Dr. med. Ahmed Magheli, Berlin.