Unsere Forschungsschwerpunkte

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Mit dem Ziel, das Leben der von Krebs betroffenen Menschen zu verbessern, arbeitet die Onkologie-Forschung bei Bayer daran, neue Krebstherapien zu entwickeln und Patienten weltweit zugänglich zu machen. Unsere Pipeline umfasst spezifische Behandlungsansätze für verschiedene Tumore, darunter häufige Krebsarten wie Prostata-, Brust- und Lungenkrebs sowie seltenere Formen wie Nieren-, Leber- oder Speicheldrüsenkrebs.

In unserer Onkologie-Forschung verfolgen wir drei Strategien im Kampf gegen Tumoren:

Angriff auf krebsspezifische Signalwege

Forscher von Bayer wollen in molekulare Schlüsselprozesse von Krebszellen gezielt eingreifen, sie so abtöten und ihre Vermehrung stoppen. Verschiedene Ansätze zielen beispielsweise auf die Blockade von Signalwegen ab, die Krebszellen zur unbegrenzten Teilung befähigen, als auch auf Unterschiede in den Stoffwechselaktivitäten der Tumorzellen. Ein vielversprechender Ansatz sind Wirkstoffe zur Hemmung der sogenannten TRK (Tropomyosin-Rezeptor-Kinase). Diese ist bei einem Teil der Krebspatienten durch die Fusion mit einem anderen Gen unkontrolliert aktiv und kann deshalb verschiedene Krebserkrankungen auslösen. Mit einem Test kann festgestellt werden, ob bei einem Patienten diese Mutation vorliegt und damit die Erkrankung mit diesem Medikament erfolgreich behandelt werden kann.

Ein weiterer Ansatz fokussiert sich auf sogenannte epigenetische Veränderungen, die bei verschiedenen bösartigen Erkrankungen eine Rolle spielen. Hier arbeiten Forscher daran, die epigenetischen Prozesse besser zu verstehen, um schädliche Modifikationen in kranken Zellen bald rückgängig machen zu können.

Wirkstoffe gezielt zur Krebszelle bringen

Bayer-Forscher entwickeln sogenannte Antikörper-Wirkstoff-Konjugate: Die Antikörper erkennen tumorspezifische Proteine, die auf der Oberfläche von Krebszellen sehr viel häufiger vorkommen als auf gesunden Zellen. Sie docken an die Krebszellen an, sodass diese das Konjugat ins Innere aufnehmen. Dort setzt es ein Zellgift frei, das die Krebszellen zerstört. Durch Verwendung unterschiedlicher Antikörper können Konjugate für verschiedene Tumorarten entwickelt werden. Zudem arbeiten die Bayer-Forscher an diversen neuen Wirkstoffen, die sich für den Antikörper-Transport eignen.

Körpereigene Immunabwehr aktivieren

Jeden Tag entstehen im Körper Krebszellen – aufgrund einer genetischen Veranlagung oder auch durch Umwelteinflüsse wie Zigarettenrauch oder UV-Strahlung. In der Regel eliminiert unser Immunsystem diese Zellen. In bestimmten Fällen können sie aber der Immunabwehr entgehen und zu einem gefährlichen Tumor heranwachsen. Bayer-Forscher arbeiten unter anderem in Kooperation mit Wissenschaftlern des DKFZ daran, das Abwehrsystem des Körpers wieder anzuschalten, sodass er die Tumorzellen selbst eliminieren kann. Im Fokus haben sie dabei insbesondere sogenannte Immun-Checkpoint-Inhibitoren, die direkt in den Immunblockademechanismus der Tumorzellen eingreifen sollen.

Das Bayer Forschungmagazin research

In unserem Onlinemagazin Research finden Sie weitere interessante Artikel zu Bayer in der Krebsforschung. Lesen Sie dort unter anderen:

Kleine Moleküle gegen Krebs: Forschung für neuartige Therapien

Neue Waffen gegen Krebs: Gene gezielt beeinflussen

Auf der Suche nach neuen Krebsmedikamenten: Biochemikerin Dr. Anette Sommer forscht zu Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten

Die Kraft der Alpha-Strahler: Mit Thorium-Alphastrahlen resistente Tumore bekämpfen

Abwehr gegen Krebs entfesseln: Immuntherapien - Neue Ansätze für die Onkologie

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